Tiere Töten Teil Zwei
Der Titel ansich ist vielleicht nicht very appealing aber mir fällt gerade kein Besserer ein, haha, nö warum?! Aber wat soll ich doh och ne jrusse bohai drüm maache, it ös wieret ös, am enk sinn se all durd.
Also wo ich drauf hinaus wollte ist folgendes: Harald hat uns gefragt ob wir nicht Bock hätten mal als Beater bei der Fasanenjadt dabei sein zu wollen. Er hat das ganze als ein super event angepriesen und ich dachte mir, ja klar, warum nicht mal schauen was da so los ist und ich komme endlich mal unter Kiwis. Daher bin ich in der Hauptsache auch mitgekommen, da ich mal aus der deutschen Enklave hier raus kommen wollte.
Rathmoy ist eine ziemlich große Farm, wo Fasane gezüchtet werden um diese dann der zahlenden Kundschaft zum Abschuß zu präsentieren. Das ganze ist etwa 90 Kilometer von Palmerston North (Palmy) entfernt.
Also um es genau zu erklären fange ich mal so an:
Es gibt folgende Parteien da:
THE GAME KEEPER: Das ist der Mann der die Fasane züchtet und dann auf der Farm aussetzt. Dieser hört auf den Namen Peter und ist Brite. Um die Vögel an bestimmten Stellen zu halten füttert er sie jeden Tag an eben diesen. Kein einfacher Job.
THE GUNS: Die Zahlende Kundschaft. Die Leute kommen vorbei um Fasane mit Schrotflinten zu schiessen. Das müssen sie natürlich auch können. Jenachdem wie diese Leute finanziell bestückt sind, kaufen sie eine bestimmte Anzahl an Vögeln (1 Fasan = 110 NZ$) oder haben zumindest das Verlangen diese zu schiessen. Die Guns werden in einem Anhänger (The Gun Bus) der von einem Tracktor gezogen wird an die Stellen gefahren wo sie schiessen können.
THE BEATERS: Die Beaters sind das Fußvolk, das die Fasane mit Flaggen bewaffnet in Richtung der Schiessgewehren treibt.Die Beaters tun dies indem sie durch ein Feld laufen, in dem die Fasane zuvor angfüttert wurden. Auf dem Felde ist entweder Mais oder so eine Art Futterkohl angepflanzt, wo die Fasane neben lecker Futter auch Schutz finden. Das Beating geschieht unter der Kontrolle des Game Keepers der seine Anordnungen über Funkgerät an einige der Beaters weiterleitet, die das Gebotene an Ihre Nächsten weitergeben (Stille Post). Einige der Beaters haben auch Hunde, die, falls nötig, ebenfalls versuchen Vögel aufzuscheuchen. Die Beaters werden auch von einem Tracktor auf einem Anhänger durch die Gegend gezogen Allerdings nicht ganz so komfortabel wie die feinen Herrschaften. Heuballen zum sitzen und ohne Dach.
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| Simon und Ich an einem eher durchschnittlichen Rathmoy Tag |
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| Beaters Zwischenmalzeit |
THE PICKERUPPERS: Are the Leute die mit Ihren Hunden in der Nähe der Guns stehen und die geschossenen Vögel aufsammeln. Die Fahren in Utes zum Ort des Geschehens.
THE PHEASANTS: Die Opfer der ganzen Aktion. Die werden zu Hauf auf Rathmoy gezüchtet und dann wie gesagt freigelassen. Von der Gesamtanzahl der freigelassenen Vögel wird im Endeffekt nur ein drittel geschossen. Ein Drittel haut ab und verschwindet auf nimmerwiedersehen, wovon die angrenzenden Farmer nicht gerade begeistert sind und ein drittel ist quasi die Menge an Vögeln die man noch haben muss, um letztendlich überhaupt die Anzahl an Vögeln schiessen zu können, die eben geschossen werden.
Was soll ich sonst noch groß erklären hier? ich denke Fotos bringen das besser als meine Wortakrobatenkünste. Das nun sind Fotos vom Beaters Weekend, wo die Beater and Pickeruppers schiessen durften. Ich durfte auch. Ich habe zwar keine Waffenschien, aber wenn jemand, der einen Schein hat neben Dir, steht darfst Du laut Gesetz hier auch einen Schiessprügel bedienen. Am zweiten Tag war das aber schon so, das ich einfach so mit der Knarre mitlaufen durfte :)
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| Roger (links mit Hund) war am ersten Tag mein Minder. Sehr cooler Typ. |
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| Zum Abendessen gabs dann unter anderem den Lamm Gottes. Erinnerte mich irgendwie an meine Kindheitserlebnisse in Griechenland. |
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Ich habe Mark dem Besitzer von Rathmoy zum Abschluss der Saison einen Stein geschenkt. |
Nee wat war dat schön. Leider sieht es so aus, als ob Rathmoy das nächste Jahr nicht mehr am Start ist. Ich hoffe aber, dass es doch irgendwie klappt nächstes Jahr.
Leider (oder besser gesagt zum Glück) bin ich gerade in Christchurch, wo ich für Rob und Mark arbeite, aber dazu mehr beim nächsten mal (ich hoffe das wird bald sein).
Viele leibe Güße an Euch.



















